Wie verlege ich Terrassenplatten auf Bitumen und Dachpappe?
Terrassenplatten aus PU gebundenem Gummigranulat werden auf Bitumen, Dachpappe und Flachdachfolien schwimmend verlegt. Die Platten werden nur aufgelegt und weder verklebt noch verschraubt. So bleibt die Abdichtung von Balkon, Terrasse, Dachterrasse, Flachdach oder Carport unversehrt. Einzelne Platten lassen sich jederzeit wieder aufnehmen. Eine schadhafte Abdichtung muss vor der Verlegung instand gesetzt werden.
Bei Flachdachfolien aus Kunststoff ist vor der Verlegung zu klären, ob sie Weichmacher enthalten. Auskunft darüber geben der Folienhersteller oder der Dachdeckerbetrieb. Dachpappe und Bitumenbahnen enthalten keine Weichmacher. Auf ihnen können die Platten direkt liegen. Auch Flachdachfolien aus EPDM sind weichmacherfrei. Enthält eine Kunststofffolie Weichmacher, etwa eine Folie aus PVC oder FPO, können diese bei direktem Kontakt in die Gummiplatten wandern. Dadurch kann die Folie mit der Zeit verspröden. Deshalb wird ein dünnes Trennvlies aus Polyester- oder Glasfasern zwischen Folie und Bodenbelag gelegt. Den Gummiplatten schadet die Wanderung der Weichmacher nicht.
Der Bodenbelag aus Gummigranulat ist wasserdurchlässig. Regenwasser fließt durch die Platten auf die Abdichtung und folgt dort dem vorhandenen Gefälle bis zum Ablauf. Bei den meisten Baureihen leiten Drainagekanäle auf der Plattenunterseite das Wasser weiter. Ein Gefälle von 1 bis 2 % hat sich bewährt. Vor der Verlegung wird geprüft, ob die Abdichtung Unebenheiten oder Vertiefungen aufweist, in denen sich Wasser sammeln kann. Diese Stellen werden beim Verlegen mit passgenauen Zuschnitten aus Dachpappe ausgeglichen.