Fallschutzmatten verlegen: die richtige Anleitung
Fallschutzmatten und Fallschutzplatten richtig zu verlegen bedeutet, Untergrund, Verbindungssystem, Fallraum, Fallhöhe und Entwässerung auf den jeweiligen Einsatz abzustimmen. Das gilt für Outdoor-Fallschutzflächen im Garten ebenso wie für öffentliche Spielplätze.
Unter Spielgeräten muss die geprüfte kritische Fallhöhe des gewählten Produkts und Aufbaus mindestens der freien Fallhöhe des Spielgeräts entsprechen. Auch die erforderliche Größe der Fallschutzfläche richtet sich nach dem jeweiligen Spielgerät.
Auf Beton oder Asphalt können Fallschutzmatten und Fallschutzplatten direkt verlegt werden. Das Regenwasser fließt durch den wasserdurchlässigen Bodenbelag auf die tragende Schicht und von dort über ein Gefälle zu einem freien Rand oder Ablauf.
Auf Rasen oder Erdreich ist eine direkte Verlegung nicht sinnvoll. Eine lose Schüttung aus Sand, Splitt oder Kies eignet sich ebenfalls nicht als Untergrund, da sie sich mit der Zeit verlagert. Nach dem Abtragen der Grasnarbe werden deshalb Kunststoff-Wabengitter auf einer dünnen Splittbettung verlegt und bis zur Oberkante mit Splitt gefüllt. Darauf liegen die Fallschutzmatten oder Fallschutzplatten. Das Regenwasser fließt durch den gesamten Aufbau und kann im Untergrund versickern. Bei höheren Belastungen oder ungünstigen Bodenverhältnissen ist unter der Splittbettung zusätzlich ein fachgerecht bemessener Unterbau aus verdichtetem Frostschutzmaterial erforderlich.
Die weitere Verlegung richtet sich nach dem Verbindungssystem. Bei Fallschutzmatten mit Puzzleverzahnung wird die Verzahnung einer Matte von oben in die Verzahnung der bereits liegenden Nachbarmatte gedrückt. Die dadurch entstehende stabile Verbindung benötigt in der Regel weder eine Verklebung mit dem Untergrund noch eine Randeinfassung. Fallschutzplatten mit Steckverbindern werden im Halbverband verlegt und benötigen eine Randeinfassung, die ein seitliches Verschieben verhindert. Auf einer gebundenen Tragschicht kann je nach Einbausituation stattdessen eine Verklebung vorgesehen werden.
Die Fallschutzplatten sollten während der Verlegung eine gleichmäßige Temperatur von höchstens etwa 17 °C haben und nicht durch direkte Sonneneinstrahlung aufgeheizt sein. Ein Gummihammer erleichtert das Einpassen der Fallschutzplatten, eine Kreissäge deren Zuschnitt. Endet die Fallschutzfläche innerhalb einer befestigten Fläche, verhindert eine fest montierte Übergangsrampe Stolperkanten.
Wichtige Quellen: [WARCO – Fallschutz-Puzzlematte: Verbindung und Verlegung](https://www.warco.de/fallschutz-puzzlematte-uz-schiefergrau-6319), [DIN – Normen für Spielplatzgeräte und Spielplatzböden](https://www.din.de/de/meta/suche/62730%21search?query=Spielplatzboden).