Dämpfen Klickfliesen aus Gummigranulat Geräusche am Messestand?
Klickfliesen aus Gummigranulat am Messestand mindern Gehgeräusche und können einen Teil des auftreffenden Schalls aufnehmen. Der Messeboden beeinflusst die Akustik am Messestand auf zwei Wegen. Beim Gehen und Rollen entstehen Geräusche direkt auf seiner Oberfläche. Zugleich trifft Schall aus Gesprächen, Musik und Durchsagen auf den Messeboden. Je nach Bodenbelag wird er zum Teil zurückgeworfen und zum Teil aufgenommen. Auf Geh- und Rollgeräusche wirkt der Messeboden unmittelbar. Bei Reflexionen wirkt er mit den übrigen Flächen des Messestands zusammen.
Auf einem harten Bodenbelag wird jeder Schritt als kurzer Stoß hörbar. Rollkoffer und Transportwagen tragen ein Rattern über den Messestand. Ein trittelastischer Messeboden gibt unter Absatz und Rad etwas nach. Dadurch verteilt sich der Stoß über eine längere Zeit. Die Kraftspitze sinkt und die harten, hohen Geräuschanteile treten schwächer hervor. Bei Rollgeräuschen hängt die Wirkung zusätzlich von den Rollen und vom Untergrund ab. Weil diese Geräusche neben Gesprächen entstehen, fallen sie am Messestand besonders auf.
Glatte, dichte Bodenbeläge werfen auftreffenden Schall überwiegend zurück. Ein offenporiger Bodenbelag aus Gummigranulat kann einen Teil davon aufnehmen. In den verbundenen Poren wird die Luftbewegung gebremst. Dabei geht ein Teil der Schallenergie in Wärme über. Ein weiterer Teil läuft durch die Schicht und wird am festen Untergrund erneut zurückgeworfen. Wie stark diese Wirkung ausfällt, lässt sich ohne Messung nicht angeben. Mobiliar, Exponate und Personen verdecken außerdem Teile der Bodenfläche und streuen den Schall.
Für Gespräche am Messestand ist die Dauer des Nachklingens meist weniger wichtig als die Lautstärke aus den Gängen, aus Durchsagen und von den Nachbarständen. Dagegen hilft zuerst der Standaufbau. Geschlossene Standbegrenzungswände halten einen Teil des Schalls ab. Absorbierende Flächen im Standinneren mindern die Reflexionen. Ein Besprechungsbereich abseits des Gangs schafft Abstand zu den Schallquellen. Abgehängte Akustikelemente brauchen die Freigabe von Veranstalter und Halle. Der Messeboden ergänzt diese Maßnahmen, ersetzt sie aber nicht.
Auch der Unterbau wirkt sich auf die Geräuschentwicklung aus. Systempodeste und schwingfähige Bauteile können bei Schritten und Rollverkehr mitschwingen und als Dröhnen hörbar werden. Ein Messeboden, der direkt auf dem Hallenboden liegt, hat keinen solchen Hohlraum. Klickfliesen aus PU gebundenem Gummigranulat werden ohne Unterkonstruktion verlegt. Ihre trittelastische, offenporige Struktur mindert Gehgeräusche. Bei längerem Stehen entlastet die elastische Oberfläche zusätzlich die Beine.