Funktionsplatte Klasse 3 XX "Anthrazit"
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EAN: 4251469366596 | Artikelnummer: 6659
Funktionsplatten sind Teil eines mehrschichtigen Bodensystems aus PU gebundenem Gummigranulat und werden für schwingungs- und stoßdämpfende Bodenaufbauten verwendet. Jede Lage im System übernimmt dabei eine bestimmte Funktion: Die oberste Platte bildet die Nutzfläche, während die darunterliegenden Funktionsplatten für Schwingungs- und Stoßdämpfung, Aufbauhöhe und Tragfähigkeit sorgen. Es sind zwei- und mehrlagige Sandwichaufbauten möglich. Die Funktionsplatten sind in drei Dämpfungsklassen von sehr gut dämpfend bis stabil elastisch abgestuft. Klasse 3 bezeichnet die sehr gut dämpfende Klasse mit dem niedrigsten Raumgewicht und dem längsten Federweg. Sie ist wasserdurchlässig und frostbeständig und kann innen wie außen verwendet werden.
Was leistet die Funktionsplatte Klasse 3?
Die Funktionsplatte Klasse 3 nimmt geringere statische und dynamische Lasten auf und dämpft dabei Stöße am stärksten, etwa beim Sturz eines Kindes vom Spielgerät oder bei Sprüngen. Bei einem solchen Aufprall muss die Bewegungsenergie über einen Verformungsweg abgebaut werden. Die Platte wird dabei zusammengedrückt, bremst die Last ab und wandelt einen Teil der Energie in Wärme um. Entscheidend ist, dass der Federweg zur Last passt. Ist eine Lage zu nachgiebig, ist ihr Federweg aufgebraucht, bevor die Last abgebremst ist. Die Platte schlägt durch und auf den Untergrund wirken stark erhöhte Stoßspitzen. Die Funktionsplatte Klasse 3 hat mit 700 kg/m³ das niedrigste Raumgewicht der drei Klassen und bietet den längsten Federweg. Sie bremst Stöße deshalb am sanftesten ab. Hohe Punktlasten nimmt sie am besten unter einer tragfähigeren Lage auf. So sinken die Stoßspitzen auf den Untergrund am stärksten und die Übertragung von Trittschall und Körperschall wird deutlich gemindert.
Wofür eignet sich die Funktionsplatte Klasse 3?
Die Funktionsplatte Klasse 3 wird dort eingesetzt, wo vor allem Stöße und Schall möglichst stark gedämpft werden müssen. Typische Anwendungen sind Fallschutzbeläge nach DIN EN 1177, deren Aufbauhöhe sich nach der geforderten kritischen Fallhöhe richtet, sowie Gymnastik- und Trainingsflächen. Darüber hinaus eignet sie sich für Schallschutzflächen, etwa einen Trainingsraum über Wohnräumen. Als Nutzfläche können fast alle WARCO-Bodenbeläge sowie Beton- oder Natursteinplatten verwendet werden.
Warum mehrere Lagen statt einer dicken Platte?
Die Funktionsplatte Klasse 3 lässt sich mit Funktionsplatten der Klassen 1 und 2 kombinieren. So können Dämpfung und Tragfähigkeit progressiv auf mehrere Lagen verteilt werden. Als untere Lage erhöht die Klasse 3 beispielsweise die Stoßdämpfung, während eine darüberliegende Lage der Klasse 2 oder in Innenräumen der Klasse 1 die Last so großflächig verteilt, dass die Klasse 3 nicht durchschlägt. Damit lassen sich Dämpfung, Tragfähigkeit und Aufbauhöhe gezielt auf die Anforderungen abstimmen. Ein Sandwichaufbau ist zudem langlebiger und wirtschaftlicher als eine einzelne dicke Platte, da bei Verschleiß nur die oberste Platte ersetzt werden muss.
Wie wird die Funktionsplatte Klasse 3 verlegt?
Die Funktionsplatte Klasse 3 wird schwimmend, Stoß an Stoß und im Versatz verlegt. Bei mehrlagigen Aufbauten werden die Lagen auch gegeneinander versetzt, sodass jede Fuge auf einer geschlossenen Platte liegt. Die Aufbauhöhe ergibt sich aus den Stärken 1,8 cm und 2,8 cm sowie der Zahl der Lagen. Zugeschnitten wird mit einer Kreissäge oder Stichsäge.
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Produkt-Highlights
Vorteile
Produktdetails – Material und Struktur
Vergleichswerte
Die Dämpfungsklasse zeigt, welche Gummiplatte stärker dämpft und welche mehr trägt: Klasse 1 trägt am meisten, Klasse 3 dämpft am stärksten. Klasse 2 liegt bei beiden Eigenschaften dazwischen. Mit zunehmender Dämpfung gibt die Gummiplatte unter Last stärker nach.
Klasse 1 hat die höchste Tragfähigkeit und die geringste Dämpfung. Sie gibt unter Last am wenigsten nach. Sie verteilt hohe Punktlasten und dämpft Schwingungen. Sie ist ausschließlich für Innenräume vorgesehen.
Klasse 2 verbindet mittlere Tragfähigkeit und mittlere Dämpfung mit ausgewogener Trittelastizität. Sie eignet sich für den Innen- und Außenbereich. Typischerweise liegt sie unter Terrassen- und Balkonbelägen, Wegplatten oder in Eingangsbereichen.
Klasse 3 hat die geringste Tragfähigkeit und die stärkste Dämpfung. Sie gibt unter Last am stärksten nach. Zugleich nimmt sie am meisten Aufprallenergie auf. Sie eignet sich für Anwendungen, bei denen der Bodenbelag federn und Schall dämpfen soll. Klasse 3 kann innen wie außen verwendet werden. Alle drei Klassen gibt es in den Formaten 52 × 52 cm und 104 × 104 cm sowie in den Stärken 1,8 und 2,8 cm.
Im Freien können Funktionsplatten der Klassen 2 und 3 unter einem Bodenbelag aus Gummiplatten verwendet werden. Klasse 1 ist nur für den Innenbereich vorgesehen.
Die Klasse bestimmt, wie tragfähig und wie stark dämpfend der Bodenaufbau ist. Klasse 2 verbindet Tragfähigkeit mit Trittelastizität. Sie ist die übliche Wahl unter Terrassenbelägen, Balkonbelägen und Wegplatten sowie in Eingangsbereichen. Klasse 3 kommt dort zum Einsatz, wo vor allem Stoßdämpfung gefragt ist, etwa unter einem Spielplatzbelag.
Beide Funktionsplatten bestehen aus ELT-Gummigranulat. Sie sind frostbeständig und flächig wasserdurchlässig. An der Unterseite befinden sich quadratische Auflagepads mit breiten, flachen Drainagekanälen. Dadurch kann Regenwasser auf wasserundurchlässigen Untergründen unter dem Bodenbelag ablaufen, statt sich im Aufbau zu stauen.
Im System XT ist der Bodenaufbau mindestens 1,8 cm hoch. Eine feste Maximalhöhe gibt es nicht, weil die Zahl der übereinanderliegenden Platten nicht begrenzt ist.
Oben liegt immer eine Belagplatte vom Typ XT. Ohne Funktionsplatte ist der Bodenaufbau einlagig. Mit einer oder mehreren Funktionsplatten vom Typ XX darunter entsteht ein mehrlagiger Sandwichaufbau. Belagplatten und Funktionsplatten sind jeweils 1,8 oder 2,8 cm dick. Funktionsplatten beider Dicken lassen sich in beliebiger Zahl miteinander kombinieren.
Die Aufbauhöhe ergibt sich aus der Summe aller Plattendicken. Durch die Kombination von 1,8 und 2,8 cm entstehen fein abgestufte Aufbauhöhen. Auch bei gleicher Aufbauhöhe sind verschiedene Plattenkombinationen möglich. Sie können sich in Tragfähigkeit und Dämpfung unterscheiden. Welche Kombination passt, richtet sich nach dem Einsatzzweck.
Unterschiedliche Gummiplatten lassen sich zu einem Sandwichaufbau übereinander verlegen. Die Funktionsplatten vom Typ XX gibt es in drei Dämpfungsklassen. Sie können in beliebiger Zahl und Reihenfolge unter einer Belagplatte kombiniert werden. Jede Funktionsschicht kann eine eigene Dämpfungsklasse, Dichte und Stärke haben. Den sichtbaren Abschluss bildet eine Belagplatte vom Typ XT oder eine andere Belagplatte. Belagplatte und Funktionsplatten können sich in Dichte und Elastizität unterscheiden.
Welche Reihenfolge passt, richtet sich nach dem Zweck der Fläche und der gewünschten Wirkung. Durch die Auswahl und Anordnung der Schichten lassen sich Stoßdämpfung, Tragfähigkeit und die Verteilung von Punktlasten aufeinander abstimmen. Aufbauten mit gleicher Aufbauhöhe können dadurch unterschiedliche Tragfähigkeit, Elastizität und Dämpfung haben.
Die Fugen übereinanderliegender Gummiplattenlagen sollen gegeneinander versetzt sein, sodass keine Fuge direkt über einer anderen liegt. Bei einem mehrlagigen Bodenaufbau wird deshalb jede Lage gegenüber der darunterliegenden verschoben. Die geschlossene Plattenfläche der oberen Lage überdeckt so die Fugen der unteren Lage.
Dieser Fugenversatz vermeidet durchgehende Fugenlinien. Das trägt zu einer gleichmäßigen Oberfläche bei. Im Außenbereich wird außerdem der durchgehende Weg für Bewuchs aus dem Untergrund unterbrochen.
Bei einem mehrschichtigen Bodenaufbau, also einem Sandwichsystem, wird bei abgenutzter Oberfläche meist nur die obere Belagplatte erneuert. Die darunterliegenden Funktionsplatten haben in der Regel eine deutlich längere Lebensdauer und müssen deshalb erst viel später ausgetauscht werden.
Abnutzung und Abrieb betreffen vor allem die Nutzschicht, auf der gegangen, trainiert oder gespielt wird. Direkte Sonneneinstrahlung und Abrieb an der Oberfläche erreichen die Funktionsplatten darunter nicht. Deshalb können sie meistens weiterverwendet werden.
Weil nur die Belagplatte ausgetauscht wird, fallen die Kosten deutlich geringer aus als bei einer vollständigen Erneuerung des Bodenbelags. Beim Austausch kann eine Belagplatte in einer anderen Farbe eingesetzt werden. So ist ein Farbwechsel möglich, ohne den gesamten Bodenbelag neu verlegen zu müssen.
Verschieden große Belag- und Funktionsplatten lassen sich im mehrschichtigen Bodenaufbau miteinander kombinieren. Sie sind nicht für eine deckungsgleiche Verlegung vorgesehen.
Das Nutzmaß der Belagplatte beträgt 44,6 × 44,6 cm oder 97,1 × 97,1 cm. Die Funktionsplatte hat ein Format von 52 × 52 cm oder 104 × 104 cm. Sie wird ohne Verzahnung Stoß an Stoß verlegt. Deshalb stimmen bei ihr Rohformat und Nutzmaß überein.
Die unterschiedlichen Verlegeraster erzeugen den vorgesehenen Fugenversatz. Dadurch liegen die Fugen der beiden Lagen nicht als durchgehende Fugenlinien übereinander.
Die benötigte Menge wird für jede Lage getrennt berechnet. Die zu belegende Bodenfläche ist gleich, die Stückzahl richtet sich jedoch nach dem jeweiligen Nutzmaß.